Unsere Hunde

Unsere 30 Huskys stammen aus verschiedenen Tierheimen oder wurden von Privatleuten direkt bei uns abgegeben. Wir haben uns bewusst gegen die Zucht entschieden, um so einen aktiven Beitrag zum Tierschutz zu leisten. Durch eine Rudelhaltung in großen Ausläufen bieten wir unseren Hunden eine artgerechte und rassetypische Haltung. Darüber hinaus verschaffen wir ihnen durch das Schlittenhundetraining vor dem Rollwagen bzw. Schlitten die Möglichkeit, ihren unbändigen Arbeitswillen und Bewegungsdrang ausleben zu können.

Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, Hunde mit unterschiedlich problematischen Hintergründen und Vergangenheiten in Rudeln zusammenzuführen, so dass diese sich zu sozial verträglichen Hunden entwickelt und ihre Rolle im Rudel gefunden haben. Dem entsprechend waren wir auch häufig in der Lage, akute Notfälle aus verschiedenen Tierheimen bei uns aufnehmen zu können. Wir sind stolz darauf sagen zu können, dass die grundsätzlich immer freundlichen Huskys sich mittlerweile allesamt auch zu Hunden entwickelt haben, die den Menschen wieder Vertrauen entgegen bringen können.



BOSSE (*1995) Unser Bossi war Norberts erster Hund (Husky-Schäferhund-Mischling) und ist im Februar 2010 mit stolzen 14 Jahren nach einem langen und ereignisreichen Hundeleben von uns gegangen.

Er war derjenige, mit dem wir uns Schritt für Schritt an den Schlittenhundesport herangetastet haben und so wird er uns deshalb, aber vor allem wegen seiner sehr speziellen Persönlichkeit immer in Erinnerung bleiben. Leb wohl, alter Kerl!.


AYLA (*1995) Unsere "Good old Lady" haben wir einst als Gesellschaft für Bosse von "Nordische in Not e. V." geholt. Um ihrem Bewegungsdrang gerecht zu werden, haben wir sie zunächst mit Bosse zusammen als Zweierteam vor dem Fahrrad trainiert … so fing alles an. Ayla hatte immer einen unglaublichen Arbeitswillen und war beim Training sichtbar in ihrem Element – eben ein Husky wie er im Buche steht: Absolut freundlich und verschmust Menschen gegenüber, aber das wichtigste ist laufen, laufen, laufen. Durch sie ist der Kontakt zu einem Musher in der Nähe entstanden, so dass alles, was folgte, nur eine logische Konsequenz und eine Frage der Zeit war. Mittlerweile ist Ayla seit einigen Jahren im Ruhestand und verbringt ihren Lebensabend in ihrem Rudel.


RONJA (*2002) Unsere kleine Hündin Ronja ist vom ersten Tag an bei uns als Leithündin gelaufen. Das war allerdings, als sie 2004 von "Nordische in Not e.V." zu uns kam, auch nicht schwer - bei drei Hunden ist die Chance schließlich eher groß, vorne zu laufen. Sie hat sich in dieser Position jedoch bewährt und ist heute unsere beste und verlässlichste Leithündin im Gespann. Während Ronja allen Menschen gegenüber stets freundlich und verschmust ist, erkennt man sie in ihrem Rudel jedoch verlässlich daran, dass sie als vermeintliche Rudelchefin permanent versucht, sich alle anderen Hunde durch lautstarkes Brummen vom Leib zu halten – allerdings mit eher mäßigem Erfolg.



PACCO (*2004) Unser "Spanier" im Team wurde von "Nordische in Not e.V." mit neun Monaten aus einer Tötungsstation auf Lanzerote geholt. Er ist außerordentlich verschmust und verspielt und hat sich, nachdem er anfänglich beim Training stets nach hinten guckte, (so dass wir schon gescherzt hatten, ihn mal anders herum einzuspannen) zu einem starken und fleißigen Arbeiter entwickelt. Er ist Spanier mit Leib und Seele und hat in der Vergangenheit unermüdlich versucht, Chef in unserem Rudel zu werden. Leider hat er nie verstanden, dass er nicht das Zeug dazu hat, so dass er nun zwangsläufig eine Lebensgemeinschaft mit Eowin bildet. Eine ungleiche, aber augenscheinlich intakte Beziehung: Der etwas dümmliche, aber freundliche Schönling und die äußerst clevere und durchsetzungsfähige Eowin. Pacco entspricht optisch sicherlich am ehesten dem klassischen Huskytyp.

CONNOR (*2004) Connor ist von Privatleuten als Scheidungsopfer zu uns gekommen. Er hat als einziger unserer Hunde Papiere und sein eigentlicher Adelstitel lautet "Bill of silvermoon". Er war der erste Husky in unserem Zwinger, der zwei blaue Augen hat, was entgegen der allgemeinen Meinung, nicht zwingend zum Rassestandard eines Huskys gehört. Connor ist im Gespann neben Ronja ein guter Co-leader geworden. Leider schleppt er einige chronische Krankheiten (Schilddrüsenunterfunktion und Epilepsie) mit sich durch sein Leben, die wir mittlerweile allerdings ganz gut in den Griff bekommen haben. Nach einigen Jahren hat er nun endlich in unserem zweiten Rudel seine feste Rolle gefunden und in dem kleinen Knüt seinen besten Freund und Spielkumpel gefunden.



MISHUNI (*2004) Unser erstes blaues Auge im Zwinger ist zwar absolut verrückt (Mishuni kommt wohl von meschugge!), aber trotzdem (oder gerade deswegen) sehr liebenswert und hat dabei die Kraft von drei Bären. Mit der Unterstützung der damals zehnjährigen Ayla hat er auf dem Sommerfest bei "Nordische in Not e.V." 340 kg vom Fleck weggezogen! Mishuni ist ein typischer "Wheeldog", der direkt vor dem Wagen eingespannt wird: Stark und völlig unerschrocken. Wenn auf einer längeren Tour die Leithunde nicht mehr so richtig wollen, dann kommt Mishuni allerdings als Joker nach vorne – und ab geht´s. Er ist im Rudel einer unserer sozialsten und ausgeglichensten Hunde und geht jeder Konfrontation so lange wie möglich aus dem Weg. Ein absolut bemerkenswerter Hund in jeder Hinsicht!



EOWIN (*2002) Eowin zeigt das typische Huskyverhalten: Stets etwas vorsichtig und scheu fremden Menschen gegenüber, aber ist sie erst einmal eingespannt, lebt ihr Temperament voll auf. Sie ist eine Hündin, die sich ihre Leute gezielt aussucht und ist man von ihr erst einmal auserwählt worden, so blüht sie richtig auf und wird zu einem wahren Schmusehund. Sie ist leider mit unseren anderen Hündinnen absolut unverträglich und verbringt deshalb ihr Alltagsleben in einer Lebensgemeinschaft mit unserem Spanier Pacco. Obwohl sie in Größe (oder besser Kleine) und Färbung unserem Plym extrem ähnlich sieht, bestreitet sie jedoch jegliches Verwandt-schaftsverhältnis zu ihm. Eowin stammt auch aus der Auffangstation von "Nordische in Not e.V.".

SARA (*2000) Unsere Husky-Laika-Mischlingshündin Sara wurde als ängstliche und scheue Frauchenhündin von "Nordische in Not e.V." vermittelt. Sie hat sich von keinem Mann anfassen lassen, ist vor allen fremden Menschen zunächst geflüchtet und war aus Kummer völlig abgemagert – ihre ehemalige Besitzerin hat sie für einen Urlaub abgegeben und nie wieder abgeholt. Ursprünglich haben wir sie als reinen Freizeit- und Begleithund zu uns geholt, jedoch hat sich im Laufe der Zeit der Husky in ihr durchgesetzt. Mittlerweile ist ihr Selbstbewusstsein enorm gewachsen und sie ist eine sehr fleißige Arbeiterin im Gespann geworden. Darüber hinaus genießt sie jedoch etliche Privilegien, da sie frei auf dem Hof laufen kann, sämtliche Kommandos beherrscht und stubenrein ist. Sie ist äußerst lernfähig und gutmütig, trotz ihres Alters absolut verspielt, neugierig und einfach ein Hund, wie man ihm wohl selten im Leben begegnet.

Plym (*2004) Plym ist der selbst ernannte "beste Kumpel" von Mishuni. Er hängt wie eine Klette an ihm und folgt Mishuni auf Schritt und Tritt wie sein eigener Schatten, liegt meistens direkt neben, manchmal sogar halb auf ihm drauf. Dieser lässt seinen Schattenmann in der Regel geduldig gewähren und erträgt die unfreiwillige Nähe, bis es dann doch irgendwann einmal zuviel wird… Ansonsten fällt Plym gerade wegen seiner Unauffälligkeit auf, nur beim Training ist er einer derjenigen, die am lautesten schimpfen, wenn es nicht schnell genug losgeht. Plym wurde von seinen Erstbesitzern auf einem polnischen Flohmarkt gekauft, an der Grenze beschlagnahmt und landete dann über "Nordische in Not e.V." bei uns.

 

Yukon (*2006) Yukon ist nicht nur mit Abstand unser größter Hund, sondern auch lange Zeit unser größtes Sorgenkind gewesen. Er hat wohl von all unseren Hunden die schlimmste Vergangenheit hinter sich, die auch deutliche Spuren bei ihm hinterlassen hat - so ist er taub, hat deformierte Augen und sieht nur noch sehr schlecht. Als er bei uns ankam, litt er an Hospitalismus, war völlig verwurmt, abgemagert und absolut ängstlich Menschen gegenüber – nur eines fiel uns von Anfang an auf: Sein unglaublicher Wille zu laufen. Nachdem Norbert im Tierheim Bremervörde mit ihm einen Spaziergang gemacht hatte, konnte er drei Tage vor Muskelkater kaum laufen – so sehr hatte Yukon gezogen. Mittlerweile ist er trotz seiner Behinderung unser souveränster und ausgeglichenster Rudelchef geworden und scheint endlich bei uns angekommen zu sein. Yukon hat sich von einem extrem scheuen Hund zu einem besonders herzlichen und liebenswerten Schmuser entwickelt – er hat wohl die bemerkenswerteste Entwicklung von all unseren Hunden durchgemacht.

Anouk (*2008) Unsere kleine Anouki ist als Welpe von "Nordische in Not e.V." zu uns gekommen und hat von da an leider vergessen weiter zu wachsen. Sie ist aber vom ersten Arbeitstag an sehr fleißig im Gespann mitgelaufen und wenn sie auch sehr klein ist, so sorgt sie doch für gute Stimmung im Team. Anouk ist ein kleines Sonnenscheinchen und Norbert hofft noch sehr auf ihre Leithund-Qualitäten.

 

 

 

Emba (*2006) Sie ist einer unserer Mischlinge und kommt aus der Tötungsstation eines spanischen Tierheimes. Vorgestellt wurde sie uns am Telefon als Grönlandhund, so dass sie sich unbesehen auf den Weg zu uns machen durfte. Bei uns angekommen, ließen sich jedoch ihre spanischen Promenadenmischungs-Wurzeln nicht leugnen. Emba ist aber ein tolles Beispiel dafür, dass auch ein Mischling einen großen Spaß am Arbeiten vor dem Wagen haben kann. Emba kann schreien, fressen und laufen wie ein echter Husky – das reicht bei uns für eine Festanstellung im Gespann!

 

Tillik (*2007) Tillik ist, zusammen mit Jack, über den Tierschutzhof Geißblatt aus einer Beschlagnahmung in Hannover zu uns gekommen. Sie wurde mit 14 anderen Huskys ausschließlich im Haus gehalten – Verhältnisse, die man sich nicht vorstellen möchte. Durch ihre äußerst reizarme Kindheit ist sie wohl auch heute noch Fremden gegenüber zunächst eher misstrauisch. Wir haben drei Wochen gebraucht, bis wir das Vertrauen von Tillik und Jack gewinnen und sie erstmals anfassen konnten – als das Eis aber erst einmal gebrochen war, zeigte sich, wie anhänglich und verschmust sie eigentlich sind. Beide brauchen immer noch etwas länger, um sich auf fremde Menschen einlassen zu können und sind unsere einzigen Hunde, die zunächst jeden Besucher ausbellen. Begibt man sich aber zu ihnen in den Auslauf, dauert es keine fünf Minuten, bis sie sich auch auf Gäste einlassen können – eine kleine Geduldübung, die sich aber lohnt! In der Optik ist Tillik ein echtes schwarzbuntes Fleckvieh – im Verhalten aber Husky durch und durch. Sie ist die Mutter von Knüt.


Jack (*2007) Jack ist, zusammen mit Tillik, über den Tierschutzhof Geißblatt aus einer Beschlagnahmung in Hannover zu uns gekommen. Durch die anfängliche Distanz ist unsere heutige Nähe zu ihnen etwas ganz Besonderes für uns. Jack ist außerdem als großer und kräftiger Rüde von uns in unseren Gespannen immer heiß begehrt, da er ein echter Leistungsträger ist, der absolut unkompliziert neben jedem anderen Hund laufen kann. Er hat uns im letzten Winter große Sorgen bereitet, doch mittlerweile können wir zurückblicken und das Ereignis schmunzelnd als Anekdote erzählen: Jack hat uns einen dicken, gummierten Winterhandschuh geklaut und als wir ihm hinterherliefen, um ihm diesen wieder wegzunehmen, hat er ihn einfach komplett und unzerkaut in einem Stück hinuntergeschluckt. Die Tierärzte haben uns wenig Glauben geschenkt und daher zunächst versucht, diesen mit Brechmitteln, später mit einer Sonde wieder hervor zu bringen. Nachdem aber alles nichts half, musste er sich einer großen Bauch-OP unterziehen – und zutage kam ein absolut unversehrter Handschuh… Jack ist der Vater von Knüt.


Kanaa (*2004) Kanaa, Kukka und Fine stammen aus einem Wurf und kamen als Abgabetiere direkt von den Taikuri-Sleddogs zu uns. Manchmal spielt das Schicksal einem lustige Streiche: Wir sind den drei Schwestern nämlich bereits zuvor schon einmal begegnet, als sie noch Welpen waren. Damals haben wir uns für einen der Welpen interessiert, uns dann aber für den Weg mit den Tierheim-Hunden entschieden. Kanaa ist beim Training die Pflichtbewusstheit in Person. Wir haben wohl keinen anderen Hund, der so zielstrebig und unabgelenkt arbeitet wie sie. Zudem ist sie neben unserem spanischen Schönling Pacco wohl auch die huskytypischste Hündin auf unserem Hof. Kanaa ist einfach rundum ein Schätzchen.

 

Kukka (*2004) Kukka ist eine der drei Schwestern und kam als Abgabetier direkt von den Taikuri-Sleddogs zu uns. Sie ist ein unglaublicher Zappelphillip und die geborene Kletterkönigin. Beim Anspannen ist sie vor lauter Aufregung meistens schon vor dem Start völlig außer Atem, so dass sie anfänglich Schwierigkeiten hatte, ihre Kräfte richtig einzuteilen. Sie ist sehr gelehrig und bereits nach kurzer Zeit mit Connor zusammen im Lead gelaufen, wo sie ihre Aufgabe vorbildlich erfüllt hat. Optisch ist sie vielleicht nicht gerade das, was man sich typischerweise unter einem Husky vorstellt, dafür ist sie aber eine sehr sensible und clevere Hündin, die ihre Bestimmung im Laufen sieht.

 

Fine (*2004) Fine ist eine der drei Schwestern und kam als Abgabehund direkt von den Taikuri-Sleddogs zu uns. Über Fine hieß es "die arbeitet nicht" – worin wir eine echte Aufgabe für uns sahen. Ohne sagen zu können, woran es denn nun tatsächlich gelegen hat, zählt sie heute zu unseren fleißigsten und eifrigsten Hündinnen und läuft mittlerweile sogar vorne im Lead. Fine ist im Rudel eine absolut verträgliche und unauffällige Hündin und aufgrund ihrer anfänglichen Abneigung gegen das Training bei ihrem Vorbesitzer, ist sie auch zu einem unkomplizierten Begleithund geworden. Bei Fine zeigt sich wieder einmal, dass ein Hund mit dem Wechsel von Umgebung und Rudel ein gänzlich anderes Verhalten zeigen kann. Vom Faulpelz zum Arbeitstier, das ist doch mal eine Karriere!

 

Knüt (*2010) Knüt ist der Sohn von Tillik und Jack, den es sozusagen gratis dazu gab. Er ist im Februar 2010 unter dramatischen Umständen auf die Welt gekommen und schließlich als Einzelkind bei uns aufgewachsen. Wir haben eine ganze Weile auch um sein Leben gebangt, bis er sich schließlich zu einem kerngesunden und kräftigen Kerl entwickelt hat. Er hat ebenso wie Mishuni ein blaues und ein braunes Auge und allein seine Größe lässt auf große Unterstützung im Team hoffen. Knüt ist mit 8 Wochen in sein Rudel gekommen und man kann sehr schön beobachten, wie wichtig für diese Hunde ihre Artgenossen sind. Knüt muss sich zwar die Erziehung durch alle anderen Rudelmitglieder gefallen lassen, dies wird ihn aber mit Sicherheit zu einem besonders sozialen Hund heranwachsen lassen.

 


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